Was spricht dagegen?
- Die Größe kann man in cm angeben. Teilweise stimmt das Größenverhältnis nicht, weil der Aufnahmewinkel die Größe verzerrt.
- Dass sich das Tier auf dem Bild mit dem Spielzeug beschäftigt, heißt nicht, dass sich auch Ihr Tier damit beschäftigen wird.
- Nicht sichtbar erkrankte Papageien (entweder weil die Krankheit nicht ausbricht oder aber weil Vögel, wie andere Beutetiere auch, lange verbergen, dass sie krank sind) können selbst über Jahre hinweg Krankheitserreger abgeben! Oftmals wissen Vogelhalter gar nicht, dass Ihr Tier infiziert ist, da es keine Symptome zeigt. Vogelgrippe, PBFD / Aviäres Bornavirus / Pacheco - all diese Viren können - auch über Gegenstände - von infizierten Tieren weitergegeben werden. Vielleicht kommen Verkäufer dann mit dem Argument, dass Sie das Spielzeug vor dem Verkauf noch desinfizieren sollen - aber auch hier ist Vorsicht geboten: So sind PBFD-Erreger auch mit einer Desinfektion nur schwer auszumerzen. Außerdem lässt sich je nach Material nicht jedes Spielzeug behandeln. "Die Papageienkrankheit ist übertragbar – z. B. über Käfigeinrichtung und Staub. Und von Vogel zu Vogel: So ist die Papageienkrankheit bei Wellensittichen oder weiteren anderen Vögeln als Papageien ebenfalls möglich. Außerdem sind wie bereits erwähnt auch Säugetiere betroffen. Eine Infektion lässt sich also nicht immer vermeiden. Dies liegt auch daran, dass latent (also versteckt) infizierte Vögel die Keime ausscheiden, ohne, dass man es mitbekommt. Hygiene und die Vermeidung bzw. Reduzierung von Staub stellen aber einen guten Schutz dar" (Quelle: https://www.anicura.de/fuer-tierbesitzer/andere-tierarten/wissensbank/vogel/papageienkrankheit/#kann-man-der-papageienkrankheit-vorbeugen)
- Über Gegenstände können auch Parasiten, wie die rote Vogelmilbe, eingeschleppt werden.
Weitere Informationen zu diesen Krankheitserregern und den schlimmen Krankheiten, die dadurch verursacht werden können, finden Sie z.B. auf der HP von der Tierärztliche Gemeinschaftspraxis GbR Dr. med. vet. Georg Sauer & Dr. med. vet. Cyrill Sauer: vogeltierarzt.de.
Ich halte es daher für unverantwortlich, Spielzeug weiter zu verkaufen, auf dem schon ein Vogel gesessen hat - und sei es auch nur für ein kurzes Foto.
Für meine Tiere kaufe ich auch keine anderen Produkte von Anbietern, die diese strickte Trennung nicht einhalten. Da ich nicht weiß, wie dort die weitere Ware gelagert wird. Denn falls der Vogel des Verkäufer Krankheitserreger an das eine Spielzeug abgibt, können die Krankheitserreger bei gemeinsamer Lagerung auch auf z.B. zugekauftes neues Spielzeug übergehen. Damit hätte ich dann wieder einen möglichen Übertragungsweg von Krankheitserregern / Parasiten in meinen Bestand. Da gebe ich lieber ein paar Euro mehr aus und kaufe in einem Fachgeschäft, bei dem ich mehr Sicherheit habe.
Sogar in dem Zoogeschäft, in dem ich gearbeitet habe, wurden Vögel nicht immer von Spielsachen getrennt.
Ich unterstelle keinem Hersteller / Verkäufer Fahrlässigkeit oder bösen Willen.
Nachahmung auf eigenes Risiko.
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